Mit 150 Abbildungen. Clean, cool und isoliert schreiten die von Andrew Zuckerman eingefangenen wilden Tiere vor weißem Studiohintergrund an uns vorbei. Abgeschnitten von ihrer natürlichen Umgebung, erscheinen sie so künstlich, als wären sie aus einer unbekannten Zauberwelt zufällig in unseren Gesichtskreis getreten. Die übergenau herausgearbeiteten Fellstrukturen und Körperdetails dieser Aufnahmen rücken die Tiere bedrohlich nahe an uns heran. Die Tiere werden zu Objekten stilisiert, deren Wirkung ins Extreme gesteigert ist. Ein ästhetischer Trick der Werbung, deren Objektbezogenheit hier überzeugend als neue Bildwelt der künstlerischen Fotografie eingeführt wird.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2007
Höchst reizvoll findet Rezensent Fritz Göttler diese Fotografien von wilden Tieren des New Yorker Fotografen Andrew Zuckerman. Die Bilder von Affen, Geparden, Giraffen, Elefanten oder auch nur von Körperteilen dieser Tiere wirken auf ihn zugleich gewaltig und zart, weil sie die feinen Strukturen und Details zeigen. Um diese Wirkung zu erzielen sind die Tiere nach Auskunft Göttlers ohne Hintergrund aufgenommen, von ihrer Umwelt und Umgebung freigestellt, isoliert. Er unterstreicht, worum es dem Fotografen geht: um "Materialität, Essenz, Wesensart. Die Seele."
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