Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.06.2002
Es ist längst Zeit, meint der Schweizer Wirtschaftswissenschaftler Daniel Diemers, der Zukunft mit wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit zu Leibe zu rücken, die Wissenschaft der "Cyberologie" auszurufen, eine Mixtur aus "Informatik, Psychologie und Soziologie". Mit dem eigenen Buch geht es dem Autor um Orientierunghilfe "im virtuellen Meer", in dem angesichts unzähliger Aufregungen und neuer Schlagworte der Durchblick längst verloren gegangen sei - entsprechend "kühl" fällt, wie der Rezensent (Kürzel rox.) anmerkt, etwa das Kapitel über die "Prothetisierung des Körpers" aus. Was er über das Ganze sonst so denkt, will er dem Leser leider nicht verraten.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr…