Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Dass es in diesem Buch nicht primär um die verschwundene Schwester des Protagonisten Cray geht, erscheint Imke Meier durchaus akzeptabel. Denn die Stärke von "Spurlos" liegt ihrer Ansicht nach ohnehin in einem ganz anderen Bereich. Das Buch zeige, wie Cray sich in dieser Zeit verändert: Er muss sich mit sich selbst und der Familie auseinander setzen, er lernt Sachverhalte, aber auch Menschen kritischer und differenzierter zu betrachten. Meier äussert ihre Bewunderung, wie Cadnum die Gratwanderung zwischen "Action und psychologischen Einfühlungsvermögen" meistere und wie er in einer differenzierten Sprache spannend erzählen könne, ohne je den roten Faden zu verlieren.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr…