Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.07.2000
Steine in ihren verschieden Ausformungen sind Ausgangspunkt der Gedichte Regula Radvilas, in denen sie einen Gegenpol zur Gestalt des Menschen bilden, der dem Lauf der Zeit untersteht - wenngleich auch die Steine bei Radvila oft von menschenähnlicher Gestalt sind. Die Rezensentin Beatrice Eichmann-Leutenegger ist angetan von der "beachtlichen Geschlossenheit", die durch die "konsequente Themenführung" erreicht wird. Sie lobt den Reichtum der Sprache - auch wenn sie diese manchmal mit Adjektiven überfrachtet findet - und den Sprachduktus, der sich an der "Schnittstelle von Vergangenheit und Zukunft" ansiedelt. Zentrales Themen der Gedichte ist "das Bewusstsein des `Gewesenen`", erklärt die Rezensentin.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr…