Die Flüchtlingskrise, das Wahlverhalten der türkischen Mitbürger, die Debatte um die Leitkultur und die Thesen zur Integration haben die Frage der Zuwanderung ins Zentrum der politischen Debatte gerückt. Wovon hängt es ab, ob Zuwanderung in erfolgreiche Integration oder in segregierte, sozial marginalisierte Parallelgesellschaften mündet? Was bedeutet Kultur für die Integration? Brauchen wir so etwas wie eine Leitkultur oder müssen wir uns als multikulturelle Gesellschaft neu definieren? Was sind die Ursachen von islamischem Fundamentalismus und Extremismus?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.06.2017
Martin Beglinger wünscht dem niederländischen Soziologen Ruud Koopmans viele Leser. So unaufgeregt, klar und überzeugend scheint ihm der Autor zu argumentieren und seine These, dass Integration ohne Assimilation nicht funktioniert und der Multikulturalismus zu Parallelgesellschaften führt, vorzutragen. Zum Überdenken der Flüchtlingspolitik regt der Band den Rezensenten an, der eine offene Diskussion über das Thema, die "pragmatischen" Ansätze und die Daten Koopmans für wünschenswert hält.
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