Mit einem Essay von Thilo Koenig. Mit 47 Duplex-Abbildungen. Das Buch zeigt Bilder, die im Rahmen von Stefan Süess' verschiedenen Reportagen weltweit entstanden sind. Seine Aufnahmen machen deutlich, dass das Abbilden von Menschen immer ein interaktiver Prozess ist. Er will, dass der Betrachter den Fotografen als Konstrukteur und Erzähler von Wirklichkeit erkennt. Die Kamera ist für ihn ein Hilfsmittel, um näher an die Menschen heranzukommen, um näher hinzuschauen. Die ausgewählten Bilder stammen aus Senegal, aus Flüchtlingslagern der Sahraouis in der algerischen Wüste sowie aus Kuba.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.06.2002
Der Fotoband von Stefan Süess hat auf die Rezensentin Yvonne Gebauer mit seinem innovativem Ansatz großen Eindruck gemacht, denn der Fotograf Süess sucht neue Perspektiven, fernab von Reiseberichten und süßlichen Elendsberichten. Ihn interessiert der kurze Moment, in dem es zu einer Begegnung zwischen Betrachter und Betrachteten kommt. Diese fünfundzwanzigstel Sekunde nennt die Rezensentin den "wahren Blick", der "eine kleine Wurzel von Unzerstörbarkeit " in sich bewahre und überall gleich sei, ob in Kuba, im Senegal oder der algerischen Wüste, wo Süess fotografiert hat. Gebauer wünscht sich mehr von diesen Bildern.
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